Reiseführer: Vulkanismus auf Lanzarote

Vulkaninsel Lanzarote

Vulkane, Vulkanausbrüche, vulkanische Landschaften und Vulkanhöhlen

 

Vulkanismus von Lanzarote Auf dieser Seite:
Vulkanismus der Kanaren
Die Landschaft von Lanzarote
Vulkanausbrüche auf Lanzarote
Vulkanausbrüche von 1730 bis 1736
Vulkanausbrüche von 1824
Die Veränderung der Landschaft
Vulkanische Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote

 

Vulkanismus der Kanaren

Vulkanismus von Lanzarote Der Vukanismus der Kanarischen Inseln beschreibt die allgemeine Entstehungsgeschichte der Kanarischen Inseln vor etwa 36 Millionen Jahren. Lanzarote gehört mit Fuerteventura zu den ältesten Kanareninseln, sie entstanden vor etwa 20 Millionen Jahren. Aber erst nach und nach formte sich das heutige Aussehen.

 

 

Die Landschaft von Lanzarote

Vulkanismus von Lanzarote Die Landschaft Lanzarotes ist von vielen Vulkanen geprägt. Die Mineralien, aus denen sich das Gestein der Vulkane zusammensetzt, sorgt für ein interessantes Farbenspiel, das man besonders gut im Sonnenschein bewundern kann. Rot, gelb, blau und schwarz schimmern die Berge in verschiedenen Farben.

 

Im Süden von Lanzarote befindet sich der Gebirgszug Los Ajaches, der der älteste Teil der Insel ist. Danach formten sich im Norden der Risco de Famara und der Krater El Golfo, gefolgt von der im Westen liegenden Rubicón-Ebene, den Bergen Montaña Roja und Montaña de Guanapay und der Atalaya.

 

Der Berg Monte Corona, das "schlechte Land" dieser Gegend, also das Malpaís de la Corona und die Vulkanhöhlen Cueva de los Verdes und Jameos del Agua bildeten sich nur vor wenigen Tausend Jahren, als Vulkane im Norden von Lanzarote ausbrachen.

 

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Vulkanausbrüche auf Lanzarote

Bei den Vulkanausbrüchen auf Lanzarote erkalteten kleine und kleinste Teile der Lava bereits in der Luft und wurden zu kleinen Lava-Steinchen, die Lapilli genannt werden. Sie werden viel für den Weinanbau, besonders in La Geria, benutzt, da sie gute Wasserspeicher für die Weinreben sind.

 

Vulkanausbrüche von 1730 bis 1736

Vulkanismus von Lanzarote Sehr bekannt sind die ersten Vulkanausbrüche der Jahre 1730 bis 1736 bei Timanfaya. Darüber gibt es auch noch sehr viele Informationen, da der damalige Pfarrer von Yaiza, Pfarrer Don Andrés Lorenzo Curbelo, die Vorgänge schriftlich festhielt. Um ihn und seine wertvollen Aufzeichnungen zu ehren, wurde im Jahre 1990 in Yaiza am Berg Montaña de la Cinta eine Gedenktafel errichtet.

 

Wie der Pfarrer beschrieb, begannen die Ausbrüche am 1. September 1730 und dauerten 19 Tage. Dunkelheit breitete sich durch die Aschewolke aus, Donner und Explosionen wurden von einem Regen aus kleinen Vulkansteinen begleitet.

 

Vulkanismus von Lanzarote Etwa ein Viertel der gesamten Insel war von den Ausbrüchen der Vulkane Montañas del Fuego betroffen. Heute gehören diese Feuerberge zum Nationalpark Parque Nacional de Timanfaya. Damals bildeten sich auf einer Strecke von 18 Kilometern 32 neue Vulkane. Die Anzahl der Vulkane, die Dauer und die das generelle Ausmaß der Ausbrüche führte dazu, daß sie weltweit als einzigartig angesehen werden. Insgesamt hat das vulkanische Gebiet eine Größe von 174 km², der heutige Nationalpark Timanfaya, wo die meisten Ausbrüche stattfanden, nimmt eine Fläche von 51 km² ein.

 

Vulkanausbrüche von 1824

Die letzten Vulkanausbrüche auf Lanzarote ereigneten sich im Jahre 1824, als der Vulkan Volcáno de Clérigo Duarte im Gebiet von Timanfaya ausbrach. In den vorangegangenen Jahren hatten bereits einige Erdbeben die vulkanischen Aktivitäten angezeigt. Betroffen von dem Vulkanausbruch und bedroht von der Lava wendeten sich die verzweifelten Einwohner des Dorfes Mancha Blanca an Ihre Schutzheilige Virgen de los Dolores. Sie flehten sie um Hilfe an und wurden erhört: kurz vor dem Dorf erstarrte die Lava und verschonte die Häuser der Bewohner. Sie errichteten zum Dank eine Kirche, die Iglesia de la Virgen de los Dolores. Heute zeigt ein Holzkreuz die Stelle, an der die Lava nicht mehr weiterfloß.

 

Vulkanismus von Lanzarote

Die Veränderung der Landschaft

Einstmals war es eine fruchtbare Gegend, die sehr ertragreich landwirtschaftlich genutzt worden war. Nach den Vulkanausbrüchen war die gesamte Landschaft mit Lava bedeckt, auf der in den nächsten Jahrhunderten nichts mehr wachsen würde. Auch viele Ortschaften wurden unter den Lavamassen begraben. So bekam die Gegend den Namen Malpaís, was übersetzt "schlechtes Land" bedeutet. Viele Einwohner sahen damals wegen der schlechten Verhältnisse als einzigen Ausweg zum Überleben nur noch eine Auswanderung nach Gran Canaria. Noch heute kann man bei einem Besuch im Nationalpark die Auswirkungen der Vulkanausbrüche sehen.

 

Allerdings sind besonders die Gebiete, die durch Vulkankies oder Lapilli entstanden sind, trotzdem sehr fruchtbar. Die Bewohner dieser Gegenden stellten ihre Landwirtschaft um, so daß dort heute hauptsächlich Wein angebaut wird, wie beispielsweise in dem Gebiet um La Geria.

 

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Vulkanische Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote

Nationalpark Timanfaya, Vulkanismus von Lanzarote • Bei einem Besuch des Nationalparks von Lanzarote, dem Nationalpark Timanfaya (Parque Nacional de Timanfaya), kann man viel wissenswertes über den Vulkanismus der Kanareninsel erfahren.

 

 

 

 

 

Lavahöhle Jameos del Agua, Vulkanismus von Lanzarote • Zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote, nicht nur auf den Vulkanismus bezogen, gehören die Lavahöhlen Jameos del Agua und Cueva de los Verdes, die von dem bekannten, einheimischen Künstler César Manrique gestaltet wurden.

 

 

 

 

Felsformation Los Hervideros, Vulkanismus von Lanzarote • Als Los Hervideros werden die Felsen bezeichnet, die sich an der Südküste von Lanzarote bildeten, als die noch flüssige und heiße Lava auf den Atlantik traf. Sie sind ein beeindruckendes Gebilde der Natur und eine beliebte Sehenswürdigkeit von Lanzarote.